Zugegeben, es war schon ein komisches Gefühl, als wir vor der Türe unseres ersten Couchsurfing Gastgebers, nennen wir ihn einmal “J.”, in New York standen und direkt nackt empfangen wurden.
Unsere erste Tat in der Wohnung von J. war es also, alle unsere Klamotten auszuziehen, beiseitezulegen und uns auf J.s Handtücher zu setzen, die er uns reichte. Da wir ihm als kleines Dankeschön Bier mitbrachten, war es für uns wahrscheinlich die beste Art, unsere anfängliche Unsicherheit bei einem Bier mit ihm herunterzuspülen. Heute noch witzelt Manuel darüber, wie wir da zu dritt rund um seinen Glastisch saßen, mit bestem Durchblick!
Um ehrlich zu sein, fühlten Manuel und ich uns von Anfang an sehr wohl bei J., obwohl wir außerhalb von Saunabesuchen in Thermen Nacktheit unter fremden Menschen nicht gewohnt waren. In der Therme daheim zeigte man sich zwar auch nackt, war aber total anders. Einmal ist es uns in einer Therme in Deutschland passiert, dass ein verwirrter Badegast uns über mehrere Stunden hinweg nachgestellt hat, was sich damals sehr verstörend anfühlte, da unsere Nacktheit schamlos ausgenutzt wurde. Dementsprechend waren wir wohl vorsichtig.
J. jedoch war unglaublich! Zu jedem Zeitpunkt gab er uns, als seine Gäste, das Gefühl von Sicherheit und Schutz. Besser kann man es kaum beschreiben. Die Nacktheit fühlte sich vollkommen natürlich an, nachdem wir uns eingewöhnt hatten. Wir durften im Wohnzimmer auf seiner Couch schlafen und uns allgemein in der Wohnung wie zuhause fühlen. Was wir auch wirklich taten.
Er lernte uns zwei amerikanische Kartenspiele, kochte Frühstück und führte sehr interessante Gespräche über Gott und die Welt mit uns. Es fühlte sich an, als würden wir einen alten Freund besuchen. Danke J., für deine kostbare Zeit, die du in diesen Tagen mit uns geteilt hast! Insgesamt durften wir dann zwei Nächte auf seiner Couch im Wohnzimmer verbringen. Da J. nur über die Sommermonate in New York City lebt und ansonsten Professor an einer Universität in Europa ist, hatten wir großes Glück, dass wir ihn überhaupt kennenlernen konnten.
Einmal bestellten wir chinesisches Essen mit ihm, was in New York leider keine Seltenheit ist. Riesige Müllberge vor den Gebäuden können das bestätigen. Als es an der Tür klingelte, zog sich J. schnell etwas über und Manu und ich saßen währenddessen nackt im Wohnzimmer.
3 Comments
Diana
Sie haben einen sehr tollen Blog zustande bekommen! Ich finde ihn sehr interessant vorallam die nachhaltigkeit wie man die haare wäscht. Ich freue mich schon sehr über neue Beiträge!♡
Lisa Sturn
Dankeschön! <3
Manuel Wäger
Haha 😂 war ein echt unglaubliches Erlebnis!